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Der etwas andere „Träff“-Punkt vom Schötzer Kulturverein

Mit buchstäblich einmaligen Projekten bereichert Träff Schötz seit 35 Jahren das kulturelle Leben auf der Luzerner Landschaft.

«Wir sind ständig auf der Suche nach Neuem», sagt Edith Bühler-Hunkeler, die von Beginn an im Schötzer Kulturverein mitmachte. Konzerte, Kabaretts, Lesungen, Theater, Ausstellungen und Projekte: «Träff» ist ein Treff-Punkt, bei dem es seit 1984 immer wieder kecke, frische Geister der Kulturszene zu entdecken gilt. Von Züri West über Gabriel Vetter oder Hazel Brugger bis hin zu Faber – sie alle weilten in ihren Startjahren in Schötz. Grössen wie Franz Hohler, Lorenz Keiser, Peter Bichsel oder Ursus und Nadeschkin waren in Schötz zum ersten Mal auf der Luzerner Landschaft zu sehen und hören. Über 300 Bands, Kabarettisten, Kunstschaffende oder Schriftsteller gastierten auf der Kuhweide, im einstigen Schlachthaus oder am Stammtisch. Träff hat kein «eigenes» Lokal. Nebst Gastpielen im St-Mauritz-Sall oder im Ronmühle-Keller zieht die 25-köpfige Crew immer wieder frische Örtlichkeiten, Leute und Landschaften mit ein.

«Wir verknüpfen an einem Anlass viele Ideen. Dadurch bekommen unsere Projekte ein Herz, eine Seele – eine spezielle Atmosphäre», sagt Vereinspräsident Hans Gut. Der Kulturverein hat sich zu einem Projekt-Macher entwickelt, der wortwörtlich einmalige Vorhaben lanciert. Damit setzt Träff kulturelle Akzente, die weit über die engere Region hinaus Beachtung finden und mit Kulturpreisen oder Werkbeiträgen ausgezeichnet wurden. Referenzprojekte sind etwa das dreitägige Happening in der alten Metzg, der Gaukler-Träff im Baumgarten, die Beizen-Tour mit Liedermachern aus allen Landesteilen, «sagenhafte Höhenfeuer» mit Hexenzauber und Pyromanen auf dem umliegenden Hügeln sowie Kleinkunstabende unter Titeln wie «Oh Mann, diese Weiberei» oder «Ein himmeltrauriger Abend». Das letzte Grossvorhaben: Mit dem «One Burning man»-Festival hauchte Träff dem einstigen Zivilschutzareal ein neues Leben ein. Wo früher in Bunkern der atomare Ernstfall erprobt wurde, stampften und tanzten mehrere Hundert Musikfreaks zu ungefilterter, roher Rockmusik von One-Man-Bands und fackelten zu später Stunde eine riesige Kunstfigur ab. Feuer und Flamme ist Träff für sein nächstes Projekt: So soll das Altersheim vor seinem Heimgang, seinem Abriss, drei Tage und Nächte lang zum Träffpunkt für Musik, Poetry-Slam und Kunst werden.

25-köpfige Crew

Träff Schötz funktioniert nicht-kommerziel, ohne Vereinsmeierei und ohne festes Jahresprogramm. Alle 25 Mitglieder, vom Elektriker über die Lehrerin bis hin zum Landwirt, tragen mit ihrem Know-How und ihren Fähigkeiten zum besonderen Gelingen der Anlässe bei.


Kulturverein Träff Schötz
Postfach 1
6247 Schötz


info@traeffschoetz.ch
www.traeffschoetz.ch

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